| Geschichte der Schützengesellschaft Liebenburg |
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| Geschichte | ||||||
| Geschrieben von: Sascha Etzrodt | ||||||
| Sonntag, den 31. Dezember 2000 um 23:59 Uhr | ||||||
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Die Schützengesellschatt Liebenburg e.V. von 1872 wurde am 15. April 1872 von dem Schlachtermeister Friedrich Geldmacher, Bauer Söding, Bauer Willecke, Messerschmied Remmert, Sehmiedemeister Ludewig und Braumeister Scheele gegründet.
Nach einem Aufruf der Schützengesellschaft an die Herren der Gemeinden Liebenburg und Lewe traten 136 Männer der Schützengesellschaft bei und wählten in der Versammlung des Jahres 1872 den Schlachtermeister Friedrich Geldmacher zum ersten Schützenoberst.
Nach einem Versammlungsbeschluß von 1872 soll das Schützenfest jeweils 3 Wochen nach Pfingsten unter den Eichen am Gitterweg gefeien werden und der Festplatz ist uns bis zum heutigen Tag erhalten geblieben.
Das Festzelt wurde in Selbsthilfe von Schützenbrüdern in einer benachbarten Gemeinde abgebaut, mit Pferdefuhrwerken und später mit Treckerfahrzeugen kostenlos nach Liebenburg zum Festplatz transportiert und aufgebaut. Diese selbstlos bewährte Einrichtung wurde bis zu dem Kalenderjahr 1960 fortgesetzt. Essen, Trinken und Rauchwaren stellten die Mitbürger für das freiwillige Ab- und Aufbaukommando reichlich und kostenlos zur Verfügung.
Heute wird das Schützenfest am zweiten Sonntag im Juni gefeiert und die Zelt- und Platzbeschickung erfolgt durch einen gewerblichen Sehausteller
Das Königsschießen wurde ab 1872 auf verschiedenen Waldständen ausgetragen, bis 1920 das Schießhaus an der Grubenbahn Gitterweg entstand. Seit 1976 steht der Schützengesellschaft ein moderner Schießstand im Brauhaus der Domäne Liebenburg zur Verfügung. Der heutige Schießstand besteht aus 16 Luft und 4 Kleinkaliberständen sowie einem integrierten Pistolenstand, die mit modernen Scheibenzuganlagen ausgestattet sind.
Weiterhin sei zu erwähnen, daß bei den früheren jährlichen Königsschießen die ersten drei Schüsse für "Seine Kaiserliche-Königliche Majestät" abgegeben wurden.
Das heutige Volks- und Königsschießen findet unter Beteiligung aller Schützen, sowie der Liebenburger Bürger, Vereine und Handwerker statt, um das Schützenfest gemeinsam zu feiern und die Gesellschaft dem Mitbürger näher zu bringen. Durch Satzungsänderungen werden heute Königswürden wie Schüler-, Jugend-, Damen-, Ring-, Volks- und Handwerksmeisterkönig ausgeschossen.
Das Liebenburger-Lewer Freischießen war bereits in der damaligen Zeit weit über die örtlichen Grenzen hinaus bekannt und das heutige Königsschießen findet bei unseren Schützen und Mitbürgern der Gemeinde einen großen Anklang.
Nach dem Zusammenbruch Deutschlands 1945 wurde die Gesellschaft durch die Besatzungsmächte aufgelöst und das Vermögen von 3.033,82 Reichsmark wurde durch die Militärregierung treuhänderisch verwaltet bis 1948 Schützenvereine wieder erlaubt wurden. Im Jahr 1951 formiert sich die Schützengesellschaft Liebenburg neu unter dem Schützenoberst Dr. Kurt Fontheim.
Seit 1951 gliedert sich unsere Gesellschaft in drei nennenswerte Sparten: Schießsport, Musikwesen und Brauchtumspflege der Schützen.
Unter Dr. Kurt Fontheim wurde die Gesellschaft ein wesentliches Standbein des gesellschaftlichen Lebens in Liebenburg. 1972 feierte die Gesellschaft unter seiner Leitung das 100-jährige Jubiläum. Nach über 20jähriger Amtszeit übergab Dr Kurt Fontheim im Jahr 1974 die Amtsgeschäfte an den neuen Schützenoberst Rudolf Schmidt. In die Amtszeit von Rudolf Schmidt fiel die Errichtung des Schießstandes im Brauhaus der Domäne Liebenburg. Im Jahr 1983 feierte die Schützengeselischaft Liebenburg ihr 111-jähriges Bestehen. Um diesem Jubiläum den angemessenen Rahmen zu verleihen, richtete die Schützengesellschaft in diesem Jahr das Landkreiskönigsschießen aus. 1986 wählte die Schützengesellschaft Liebenburg Herrn Wolfram von Schintling-Horny zu seinem neuen Oberst. Leider verstarb unser Schützenoberst im Herbst 1994 während seiner Amtszeit. Der 2. Vorsitzende Hartwig Bötel übernahm die Amtsgeschäfte des Schützenoberst kommissarisch. Die Jahreshauptversammalung der Schützengesellschaft Liebenburg wählte 1995 Herrn Hartwig Bötel zu seinem neuen und amtierenden 1. Vorsitzenden und Schützenoberst.
1996 feierte die Schießgruppe den 20-jährigen Schießbetrieb im Brauhaus.
Die Schießgruppe konnte 1991 ihr 40-jähriges Bestehen feiern im Rückblick auf eine gute Schießanlage im Brauhaus sowie viele erzielte Meistertitel von Kreis- bis Bundesebene.
Der Spielmannszug feierte 1993 das 40-jährige Bestehen unter einer 20-jährigen Stabführung von Wolf Dieter Busch. Bei Einsätzen zum Schützenfest in Liebenburg sowie anderen Dorffesten und überregionale Auftrinen findet der 30 Mann starke Zug immer wieder seine Freunde und Anhänger der Marsch- und Volksmusik.
Die große Gruppe der heutigen Brauchtumspfleger trifft sich regelmäßig bei verschiedenen Veranstaltungen der Schützengesellschaft sowie bei dem jährlichen Schützenfest unter den Eichen am Gitterweg und besucht gern befreundete Vereine zu Ihren Vereins- und Gesellschaftsfesten. |
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 23. März 2010 um 07:54 Uhr |